LEG-Siedlung wieder lebenswert machen

Wenn es mittlerweile einen Bereich in Höhenhaus gibt, in dem keine Freude mehr bereitet, ist es die LEG-Siedlung entlang des Birkenwegs. Unzählige verbretterte Türen und Fenster, teilweise aufgebrochen, erzeugen eine unheimliche und traurige Atmosphäre. Schon längst sollten dort freundliche und moderne Wohngebäude stehen. Mittlerweile herrscht nur noch Stillstand und leiden die noch vorhandenen Bewohner unter zahlreichen Missständen.

Als SPD Höhenhaus setzen wir uns dafür ein, dass es im Areal der LEG-Siedlung bald zu den im Bebauungsplan vorgesehenen Maßnahmen kommt und den noch vorhandenen Mietern der alten Wohnungen das Leben so erträglich wie möglich gemacht wird.

LEG bleibt vage

Wir haben bereits den LEG-Vorstand angeschrieben und auch eine erste, allerdings sehr allgemein gehaltene Antwort bekommen.

04.01.2024

Sehr geehrter Herr Zier,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zum Sachstand im Quartier „Schlebuscher Weg“. ….

Zum Sachstand: Geplant war, dass wir den aktuellen Wohnungsbestand (ca. 200 Wohneinheiten) durch 400 moderne senioren- und familiengerechte Neubauwohnungen ersetzen. Hierfür waren Investitionen von mehr als 80 Millionen Euro eingeplant. Dieses Neubauprojekt mussten wir jedoch leider im November 2022 stoppen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: explodierte Bau- und Zinskosten, Lieferkettenprobleme, Facharbeitermangel, unzuverlässige Förderkulissen (z. B. KfW/BEG), Wünsche der Politik nach einer verschärften Mietenregulierung, etc. Diese Rahmenbedingungen treffen alle Wohnungsunternehmen derzeit in gleicher Weise. Eine Umfrage des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat gezeigt, dass fast zwei Drittel der sozial orientierten Wohnungsunternehmen in Deutschland ihre Neubauprojekte zurückstellen müssen, fast ein Viertel sieht sich gezwungen, den geplanten Bau neuer Mehrfamilienhäuser komplett aufzugeben. Hier verweise ich auf die Berichterstattung in den Medien, die Sie sicher auch wahrgenommen haben.

Dies wurde auch allen Beteiligten und Betroffenen transparent mitgeteilt. Auch mit der Stadt Köln fanden und finden intensive Gespräche dazu statt. Das nächste Gespräch mit der Stadt Köln (Amt für Wohnungswesen) ist für Mitte Januar geplant.

Unser Ziel ist es, einen Weg zu finden, das Projekt unter den weiterhin o. g. äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder aufzunehmen und weiterzuführen. Aber auch eine Weiterführung durch einen Dritten nach einem eventuellen Verkauf der Liegenschaft wird in Betracht gezogen. Im Mittelpunkt steht dabei der sog. I. Bauabschnitt im südlichen Teil des Quartiers.

Die Gebäude der LEG im Bereich Dhünner Weg/Birkenweg/Schlebuscher Weg stehen bekanntlich im Moment leer. Die letzten Wohnungen wurden hier im IV. Quartal leergezogen. Zur allgemeinen Sicherheit wurden alle Gebäude Ende 2022 in zwei Schritten abgesperrt und gesichert. Natürlich haben unsere Kolleg:innen der Niederlassung Köln auch ein „besonderes Auge“ auf die leerstehenden Gebäude.

Wie oben beschrieben prüfen wir gerade – auch in Abstimmung mit der Stadt Köln – alle möglichen Optionen. Deshalb besteht aktuell noch keine Klarheit über den weiteren Fortgang des Projektes. Das ist der Grund warum die leerstehenden Wohnungen bislang auch noch nicht wieder renoviert und neuvermietet oder die leerstehenden Gebäude abgebrochen worden sind.

Sobald wir eine Entscheidung getroffen haben, werden wir unsere Mieter:innen, sowie die Nachbarschaft, informieren.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen jederzeit und gerne für Rückfragen bzw. für den weiteren Dialog zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc Bunse
Senior Manager Public Affairs