Die von der Sparkasse KölnBonn als „Filialersatz“ geplanten und teilweise schon eingesetzten Filialbusse sind NICHT barrierefrei (wie es zumindest die entsprechenden Prospekte noch behaupten). Denn unter „Barrierefreiheit“ versteht man im heutigen Sprachgebrauch laut Wikipedia: „die Gestaltung der Umwelt, die es allen Menschen ermöglicht, ohne Hindernisse mit ihrer Umgebung zu interagieren. Insbesondere Menschen mit Behinderung können so bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen, Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche ohne besondere Schwierigkeiten und ohne fremde Hilfe nutzen.“ Wir haben uns heute einen solchen Bus angesehen und mussten feststellen, dass dieser nur mit fremder Hilfe ausreichend genutzt werden kann (siehe Fotos in der Anlage). Rollstuhlfahrer können die Rampe nur mit erheblichem Krafteinsatz einer gesunden und starken Person befahren. Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, können die Rampe nicht nutzen. Sie müssen, sofern sie die Stufen nicht bewältigen können, im Freien bedient werden. Vor allem kleinere und in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Rollstuhlfahrer sind ebenfalls auf Hilfe angewiesen, wenn sie den außen am Fahrzeug angebrachten Geldautomaten nutzen wollen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Mitarbeiter*innen im Fahrzeug die nötige Hilfe anbieten, aber dies ändert nichts daran, dass das Fahrzeug selbst eben nicht „barrierefrei“ ist, sondern den Einsatz von Helfern erfordert.
